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Katzenkrankheiten
- Katzenschnupfen (RC*)
- Katzenseuche (P*)
- Tollwut (T*)
- Infektion mit dem Feline Leukose-Virus (FeLV*)
- Die ansteckende Bauchfellentzündung der Katze FIP (Feline infektiöse Peritonitis)
- Die virusbedingte Immunschwäche der Katze FIV (Felines immundefizenz-Virus; Katzen-AIDS)
Katzenschnupfen (RC*)
Die Infektion

Der Erreger des Katzenschnupfens ist zum einen das Feline Calici-Virus und zum anderen das Feline Rhinotracheitis-Virus (Feline Herpes-Virus). Daneben können auch Bakterien wie Chlamydien und Bordetellen bei der Infektion eine Rolle spielen. Infizierte Katzen, die die Krankheit überstanden haben und keine klinischen Symptome mehr zeigen, können über Jahre hinweg Virusträger und -ausscheider sein bleiben - ein Grund, warum die Krankheit so weit verbreitet ist. Sie scheiden zwar das Virus nicht jederzeit aus und infizieren damit andere Katzen, aber in bestimmten Stresssituation wie Umgebungswechsel, Trächtigkeit usw. können sie zu Ausscheidern werden. Die Viren sind für den Menschen nicht ansteckend. Die Ansteckung erfolt bei Katzen durch direkt Kontaktmit infektiösem Sekret, seltener durch Tröpfcheninfektionen beim Niesen.

Der Krankheitsverlauf

Katzenschnupfen kann trotz des harmlosen Namens lebensgefährlich sein! Die Erkrankung beginnt meistens mit leichtem Niesen, Fieber und vermindertem Appetit. Entzündungen der Augen sowie der Nasen- und Maulschleimhaut folgen, wobei die zu Beginn wässrigen Ausflüsse zunehmend eitriger werden. Da die Katze weniger schmecken und riechen kann, verliert sie ihren Appetit. Die entzündete Maulschleimhaut kann sehr schmerzhaft sein. In besonders schweren Fällen kann eine Lungenentzündung auftreten und zum Tode führen.

Die Impfung

Katzenwelpen werden mit ungefähr 9 Wochen das erste Mal geimpft, eine Nachimpfung erfolgt 3-4 Wochen später. Nach diese Grundimmunisierung wird eine jährliche Wiederholungsimpfung empfohlen. Wird eine erwachsene Katze erstmalig geimpft oder liegt die letzte Impfung über ein Jahr zurück, sollte eine Grundimmunisierung wie bei Welpen vorgenommen werden.
Katzenseuche (P*)
Die Infektion

Katzenseuche oder Feline Panleukopenie wird durch das Feline Parvo-Virus hervorgerufen. Parvo-Viren sind in der Umwelt äußerst überlebensfähig. Die Übertragung erfolgt hauptsächlich durch infizierten Kot. Eine Anstreckungen über Käfige, die mit dem Erreger behaftet sind, sowie über Futterschalen, Katzentoiletten, Kleidung etc. ist möglich. Das Hundeparvo-Virus ist dem der Katze sehr ähnlich. Katzen können durch Hunde infiziert werden, der umgekehrte Fall ist jedoch nicht bekannt.

Der Krankheitsverlauf

Die Katzenseuche ist eine hochansteckende Erkranung, die besonders bei Katzenwelpen einen schnellen, meist tödlichen Verlauf nimmt. Die Erkrankung beginnt mit Abgeschlagenheit, Fressunlust und hohem Fieber und setzt sich mit Erbrechen und starkem, wässrigem, meist blutigem Durchfall fort. Durchfall und Erbrechen führen zu einem hohen Flüssigkeitsverlust und die Tiere trocknen sehr schnell aus.

Die Impfung

Die Grundimmunisierung umfasst eine Impfung im Alter von 8-9 Wochen sowie eine sich nach 3-4 Wochen anschließende Wiederholungsimpfung. Eine jährliche Auffrischungsimpfung wird empfohlen. Zuchtkatzen sollten vor der Belegung immunisiert sein. Die Impfung gegen Katzenseuche kann mit anderen Impfungen kombiniert werden.
Tollwut (T*)
Die Infektion

Die Tolwut wird durch ein Lyssa-Virus hervorgerufen. Das Virus wird mit dem Speichel infizierter Tiere ausgeschieden. Eine Ansteckung erfolgt in der Regel durch den Biss tollwutkranker Tiere, eine Übertragung durch Belecken und Kratzen (anhaftender Speichel an den Pfoten) ist möglich. An der Infektionsstelle vermehrt sich das Virus und wandert entlang der Nervenbahnen in Rückenmark und Gehirn. Von dort aus breitet es sich - wieder über Nerverfasern - in die Augen, Speicheldrüsen, Schweißdrüsen, Haarfollikel und Musekeln sowie ins Herz aus.

Der Krankheitsverlauf

Der Zeitraum von der Infektion bis zum Ausbruch der Krankheit kann stark variieren. Äußerlich gesund erscheinende Tiere können bereits Träger des Tollwut-Virus sein und andere Tiere und Menschen anstecken. Erkrankte Tiere durchlaufen meist drei mehr oder weniger ausgeprägte Stadien: von Wesensveränderung, Speicheln und Schluckbeschwerden über Unruhe, Speichelfluss und Agressivität bis hin zu Muskellähmungen, Koma und Tod. Die Erkranung endet nach Ausbruch immer tödlich Die Tollwut ist eine anzeigepflichtige Tierseuche und gilt als eine der gefährlichsten Zoonosen, da sie eine enorme Gefährdung für den Menschen darstellt. Eine Behandlung ist bei erkrankten und verdächtigen Tieren gesetzlich verboten. Schon bei Verdacht auf Tollwut kann die Tötung ungeimpfter Tiere behördlich angeordnet werden.

Die Impfung

Katzen können ab der 8. Lebenswoche geimpft werden. Um gemäß der Tollwutverordnung als geschützt anerkannt zu werden, muss der Welpe bei Impfung jedoch mindestens 3 Monate alt sein und die Impfung muss mindestens 30 Tage, höchstens jedoch 1 Jahr zurückliegen. Für Reisen und einige Länder wie Großbritanien sowie Schweden und Norwegen sind bestimmte Blutuntersuchungen nötig, die einen ausreichenden Antikörperspiegel gegen das Tollwut-Virus belegen. In den meisten anderen europäischen Ländern ist bei Mitnahme des Tieres der Nachweis einer erfolgten Tollwutimpfung ausreichend.
Infektion mit dem Feline Leukose-Virus (FeLV*)
Die Infektion

Erreger dieser Erkrankung ist das Feline Leukämie- oder Leukose-Virus. Es sind nur Katzen für diesen Erreger empfänglich. Das Virus wird durch gesunde, unerkannt infizierte oder chronisch kranke Katzen übertragen. Eine Übertragung kann durch direkten Kontakt, Bissverletzungen und Gegenständen erfolgen, die Welpen können jedoch auch während bis Trächtigkeit oder über die Muttermilch infiziert werden.

Der Krankheitsverlauf

Das Feline Leukose-Virus ist aufgrund des vielschichtigen Krankheitsbildes und der oft langen Zeit zwischen Infektion und Ausbruch der Erkrankung meist schwer zu diagnostizieren. Es sind häufiger junge als ältere Katzen betroffen. Viele Katzen erkranken nur vorübergehend. Ein Teil der Katzen bleibt unerkannt dauerhaft mit dem Virus und erkrankt irgendwann. Die klinischen Bilder beruhen auf zum einen auf der abwehrschächenden Wirkung des Virus, aber auch auf Tumorbildung, Mattigkeit, Fieber, blassen Schleimhäuten, Zahnfleischentzündungen/-wucherungen. Tumoren im Bauchraum können auf eine Leukoseerkrankung hinweisen. Bei Zuchtkatzen können auch Fruchtbarkeitsstörungen ein Hinweis sein.

Durch die Schächwung des Immunsystems können ansonsten harmlose Krankheiten für das Tier zu einer großen Gefahr werden.

Die Impfung

Die Grundimmunisierung erfolgt bei gefährdeten Katzen ab einem Alter von 9-10 Wochen mit einer Wiederholungsimpfung 3 Wochen später. Die Impfung sollte jährlich aufgefrischt werden.
Die ansteckende Bauchfellentzündung der Katze FIP (Feline infektiöse Peritonitis)
Die Infektion

Ursache für die FIP ist ein Corona-Virus. Die Übertragung erfolgt wahrscheinlich zum einen durch Kontakt mit kontaminiertem Kot. Die Katzenwelpen können jedoch auch während der Trächtigkeit infiziert werden. Unerkannt infizierte Katzen stellen ein Krankheitsreservoir dar. Corona-Viren sind in der Außenwelt nicht lange überlebensfähig.

Der Krankheitsverlauf

Die FIP beginnt mit relativ unspezifischen Erscheinungen wie verminderter Futteraufnahme, Abmagerung sowie wiederkehrendem Fieber. Auch andere Krankheitserscheinungen können auftreten: gelbliche Schleimhäute, Augenerkranungen usw. Es existieren grundsätzlich zwei verschiedene Formen der Krankheit: die "feuchte" FIP mit Flüssigkeitsansammlungen in der Bauchhöhle (manchmal auch im Brustraum) und die "trockene" Form mit knotigen Veränderungen vor allem im Bauchraum. Die Krankheit kann bei infizierten Katzen erst Jahre später ausbrechen. Nach Ausbruch führt diem Erkrankung innerhalb einer stark variierenden Zeitraums immer zum Tod. Eine wirksame Therapie besteht zur Zeit nicht, als Vorbeugung wird die Vermeidung eines intensiven Kontaktes zwischen gesunden und kranken Tieren empfohlen.

Die Impfung

Eine Impfung ist möglich, ob sie für Ihre Katze sinnvoll ist, sollten Sie mit Ihrer Tierärztin/Ihrem Tierarzt besprechen.
Die virusbedingte Immunschwäche der Katze FIV (Felines immundefizenz-Virus; Katzen-AIDS)
Die Infektion

Das FIV ist ein dem menschlichen HIV und dem FeLV eng verwandetes Virus, das durch Bisse übertragen wird. Häufig betroffen sind frei laufende Kater, die in Revierkämpfe verwickelt sind. Der während des Deckaktes erfolgende Nackenbiss des Katers kann eine Infektionsquelle für die gedeckte Katzen darstellen.

Der Krankheitsverlauf

Eine einmal infizierte Katze bleibt dies lebenslang. Zwischen der Infektion und dem Auftreten von klinischen Erscheinungen können Jahre liegen. Die dann auftretenden Symptome können sehr unterschiedlich sein. Bei vielen Katzen kommt es zu Entzündungen der Maulhöhle, dadurch bedingter Futterverweigerung und Gewichtsverlust. Mattigkeit, vergrößerte Lymphknoten, Fieber und Durchfall können auftreten. Die Symptome sind denen der durch das Feline Leukose-Virus hervorgerufenen Erkranung sehr ähnlich. Eine Unterscheidung ist meist nur durch eine Laboruntersuchung möglich. Häufig sind die Tiere auch gleichzeitig mit FeLV und FIV oder FIP und FIV infiziert.

Die Impfung

Gegen diese Erkrankung ist keine Impfung möglich.
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